Landschaftsfotografie Tipps

10 Landschaftsfotografie-Tipps

10 Tipps für die Landschaftsfotografie – Equipment & Bildgestaltung

Was macht ein richtig gutes Landschaftsfoto aus und wie erhält man Resultate, die beeindrucken und im Gedächtnis bleiben? Wir haben für Dich einige Tipps zusammengestellt, worauf Du in der Landschaftsfotografie achten solltest.

Inhaltsverzeichnis

5 Tipps für das richtige Equipment bei der Landschaftsfotografie

Das Video zu diesem Tutorial für Fotografie-Einsteiger fasst alle Punkte noch einmal zusammen und veranschaulicht die Unterschiede von MFT-Sensor, APS-C-Sensor und Vollformatsensor.

In unserem Leitfaden für die Natur- und Landschaftsfotografie zeigen wir nützliches Equipment und erklären die Vorteile unterschiedlicher Kameras und deren Sensoren. Im Folgenden werden wir die fünf wichtigsten Fotoausrüstungsgegenstände für dieses Genre zusammenstellen, damit die Fototour zum Erlebnis wird.

Tipp 1: Die richtige Kamera

DSLM und DSLR

Generell lässt sich mit jeder Kamera Landschaftsfotografie betreiben. Dennoch werden je nach Sensorgröße und Qualität des Objektivs Unterschiede in den Bildergebnissen entstehen. Daher ist die beste Wahl wohl eine Systemkamera, an der Objektive gewechselt werden können. Mit einer Systemkamera hast Du die größten Möglichkeiten das kreative Potential voranzutreiben und außerdem können die entsprechenden Objektive situationsbedingt schnell und einfach aufgeschraubt werden. Die Vorteile gegenüber einer Spiegelreflexkamera sind eindeutig. Systemkameras sind kleiner, leichter und technisch weiter entwickelt. Voraussichtlich werden Sie die Spiegelreflexkameras in den nächsten Jahren komplett ablösen. Daher ist eine Anschaffung einer Systemkamera deutlich zukunftssicherer.

Weitere Kameras mit unterschiedlichen Sensorgrößen findest du in unserem Artikel: Kaufberatung Systemkamera. Oder hier unten im Artikel bei unseren Produktempfehlungen.

Die Sensorgröße

Wer ambitioniert fotografieren möchte, sollte sich diese drei Sensorgrößen anschauen: Vollformatsensor, auch bekannt als Kleinbildformatsensor, APS-C-Sensor und MFT-Sensor. Der Vollformatsensor ist der größte der Dreien und besitzt eine Abmessung von etwa 24 x 36 Millimetern, der APS-C-Sensor ist je nach Kamerahersteller 22,2 x 14,8 mm (Canon) und 23,7 x 15,6 mm (Nikon, Sony) und der MFT-Sensor (Micro Four Thirds) 17,3 x 13 mm groß.

Cropfaktor

Welchen Vorteil hat ein großer Sensor?

Auf eine größere Fläche passen zunächst einmal mehr Bildpixel. Jedoch ist eine hohe Pixelanzahl noch keine Garantie für eine hohe Bildqualität. Denn die Pixel selbst müssen auch eine bestimmte Größe haben, beziehungsweise das Verhältnis zwischen Pixelgröße und Anzahl auf der zur Verfügung stehenden Sensorfläche muss optimal sein. Die Kamerahersteller versuchen, dieses Verhältnis zu optimieren. Weiterhin lassen sich, je nach Größe eines Sensors und einem Optimum an dem angesprochenen Verhältnis von Pixelgröße und Anzahl, größere und bessere Bildabzüge herstellen.

Tipp 2: Das Objektiv – welche Brennweite ist optimal?

Systemkamera Ausrüstung

Für die Landschaftsfotografie nutzt man in erster Linie ein Objektiv, das weitwinkelig ist. Welches dies genau sein kann, hängt stark von der Größe des verwendeten Kamerasensors und dem Crop-Faktor einer Kamera ab. Für die Landschaftsfotografie können wir diese Sensor-Objektiv-Kombinationen empfehlen:

  • Kleinbildformat oder auch Vollformat genannt: Brennweiten von 20 mm bis 35 mm
  • APS-C-Format (Crop-Faktor 1,5 oder 1,6): Brennweiten 12 mm bis 24 mm
  • MFT-Format (Crop-Faktor 2): Brennweite 10 mm bis 17 mm

Weitwinkelobjektive für Systemkameras findest Du mit unserem Calumet Objektivberater oder unter diesem Artikel bei den Produktempfehlungen.

Tipp 3: Der Objektivfilter

ND Schraubfilter

Mit Foto-Filtern bzw. Objektivfiltern können Landschaftsbilder positiv beeinflusst werden. Mit einem Graufilter oder auch Neutraldichtefilter (ND-Filter) kann die Belichtungszeit verlängert werden. Durch den ND-Filter wird das Bild abgedunkelt und so können auch bei taghellen Aufnahmen lange Belichtungszeiten eingestellt werden ohne dass das Bild überbelichtet wird. So lassen sich Wolken oder Wasser wie ein nebliger Schleier darstellen, es wird eine Bewegung im Bild simuliert und das Foto wirkt dynamischer.

Mit ND Filter und ohne ND Filter - Vergleich

Unseren Artikel zu ND-Filtern findest du hier. Einen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Arten von Objektivfiltern und wofür sie verwendet werden findest Du hier: Die richtigen Objektiv-Filter für jeden Einsatzzweck.

Mit Polfiltern lassen sich glänzende Wasseroberflächen oder auch Fensterscheiben entspiegeln, Farben verbessern und Kontraste erhöhen. Ein Polfilter sollte bei der Landschaftsfotografie zur Grundausstattung im Fotorucksack gehören. Er fällt kaum ins Gewicht, ermöglicht aber neue kreative Möglichkeiten und großartige Effekte bei euren Aufnahmen.

Falls Du einen passenden Polfilter suchst, dann schau hier gerne vorbei.

Ohne Polfilter und mit Polfilter - Vergleich mit Benro

Tipp 4: Das Stativ

Stative sind zwar etwas unhandlich und bringen zusätzliches Gewicht mit sich, jedoch bieten sie einem Naturfotografen unverzichtbare Vorteile. Mit einem Stativ können Bilder und Filmclips entstehen, die etwas ganz besonderes sind. Langzeitbelichtungen, Timelapses (Zeitrafferaufnahmen) oder unverwackelte Fotos bei langen Brennweiten (ab ca. 100 mm) sind die Hauptvorteile eines Stativs. Moderne Kameras ermöglichen zwar durch die Bildstabilisierung schon sehr lange Belichtungszeiten, aber wenn es über zwei Sekunden hinausgeht, geraten selbst die aktuell besten Kameras an ihre Grenzen. Ein sehr guter Kompromiss aus Gewicht und Nutzen ist daher ein kleines Reisestativ. Zu empfehlen ist hierbei außerdem ein Carbonstativ statt einem Aluminiumstativ zu verwenden. Carbonstative sind deutlich leichter, äußerst stabil und werden im Winter nicht zu kalt und im Sommer nicht zu heiß. Wer ein mal in einer Winternacht mit einem Stativ unterwegs war weiß, was wir meinen. Entweder man hat super dicke Handschuhe mit denen die Kamera nicht bedient werden kann, festgefrorene Hände oder einfach ein Carbonstativ.

Handliche und leichte Fotostative findest du ebenfalls in unserem Shop.

Tipp 5: Der Fernauslöser

Ein Fernauslöser hilft, Verwackelungen beim Auslösen zu vermeiden. Man kann Funkauslöser benutzen oder einfach die kabelgebundenen, die schon für kleines Geld zu haben sind, wie etwa die Fernauslöser der Calumet Pro Series für Canon und Nikon.

Eine große Auswahl an Fernauslösern findest du hier.

5 Bildgestaltungs-Tipps für die Landschaftsfotografie

In diesem kleinen Leitfaden für die Landschaftsfotografie haben wir fünf einfache Tipps zusammengestellt, die sofort und ohne Equipmentfrage umsetzbar sind.

Das Video zu diesem Tutorial für Fotografie-Einsteiger fasst die Punkte noch einmal mit den entsprechenden Bildbeispielen zusammen.

Alle Punkte sind als Tipps zu verstehen und nicht als Regeln, denn entscheidend ist, dass das Bild euch gefällt und euren Style abbildet.

Tipp 6: Hoch- oder Querformat

Foto im Hochformat oder Querformat

Klingt im ersten Moment komisch. Wer es aber von euch ausprobiert, wird sehr schnell merken, dass das Format sehr entscheidende Auswirkungen auf das Motiv hat.  Der Tipp: Ab jetzt immer beides anschauen – also hoch und quer.

Tipp 7: Der Horizont

Höhe des Horizonts wählen

Es hat sich bewährt, den Horizont entweder ins obere oder ins untere Drittel zu legen. Je nachdem, wo der Schwerpunkt des Bildes liegt. Ist der Himmel entscheidend, wird ein Drittel vom Boden gewählt – und umgekehrt. Den Horizont sollte man nur in gelungenen Ausnahmefällen in die Mitte verlagern.

Tipp 8: Die Drittelregel

Drittelregel

Dabei muss man sich zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien im Bild vorstellen. Regel ist, dass das Bild in neun gleiche Teile unterteilt wird. Das Hauptmotiv wird dann auf einem der vier Schnittpunkte platziert. Gitternetzlinien, die in den Sucher oder auf dem Display eingeblendet werden können, sind eine gute Hilfe und liefern perfekte Anhaltspunkte. Mit der Drittelregel geht auch der Goldene Schnitt einher. Dieser teilt bei einem Bild die Fläche im Verhältnis 1/3 zu 2/3.

Tipp 9: Arbeiten mit Vordergrund und Hintergrund

Objekte im Vordergrund - Tiefenschärfe

Um Bilder spannender zu gestalten und auch mehr Tiefe in das Bild zu bekommen, ist es ratsam ein Motiv im Vordergund mit aufzunehmen beziehungsweise in die Schärfe zu legen. Bei entsprechender Blendenöffnung verschwimmt der Hintergrund und das Bild gewinnt an Tiefe. So können der Vordergund und der Hintergrund als gestalterisches Mittel bewusst eingesetzt werden.

Unseren Artikel zur Blende und Tiefenschärfe findest Du hier.

Tipp 10: Die Perspektive

Sperspektive am Beispiel eines Pilzes
Sperspektive am Beispiel eines Pilzes

Spiele mit der Perspektive! Eine Froschperspektive kann im Wald ein spannendes Bild ermöglichen, etwa wenn an einem Baum entlang hoch in die Krone fotografiert wird. Genauso geht es auch anders herum – von oben nach unten. So können tolle Bilder entstehen, indem Du die Perspektive wechselst und die eigene Augenhöhe verlässt.

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