Basic-Tutorial: 10 Dinge, die Du über das Fotografieren bei Nacht wissen solltest

Nachtfotografie Tipps

Städte bei Nacht fotografieren – mit den richtigen Einstellungen für die Kamera erstellst Du schnell und einfach die spannendsten Fotos!

Städte und beleuchtete Gebäude bei Nacht besitzen einen ganz besonderen Charme. Wie man nächtliche Motive auf den Sensor bekommt, das erfährst Du in diesem Tutorial.

Inhalt

  1. 1. Das Stativ
  2. 2. Der Fernauslöser
  3. 3. Das Dateiformat
  4. 4. Das Fokussieren
  5. 5. Der ISO-Wert
  6. 6. Die Blende
  7. 7. Der manuelle Modus
  8. 8. Die Belichtungszeit
  9. 9. Der Weißabgleich
  10. 10. Kalte Finger

1. Das Stativ

Neben einer Kamera ist ein stabiles Stativ notwendig. Die Belichtungszeiten werden nämlich so lang sein, dass man dies nicht mehr aus der freien Hand fotografieren kann!

2. Der Fernauslöser

Ein Fernauslöser ist das Mittel der ersten Wahl gegen Verwacklungen aufgrund des Auslösens selbst. Kabelgebundene Fernauslöser gibt es bei Calumet bereits für kleines Geld. Ausserdem läßt sich mit einem Fernauslöser auch bestens im Bulb-Modus fotografieren. In diesem Modus belichtet die Kamera so lange, wie ihr den Auslöser drückt.

3. Das Dateiformat

Nur JPG oder RAW oder beides? Wer die Möglichkeit einer späteren Bildbearbeitung mit RAW-Dateien hat, sollte auch im RAW-Format fotografieren. In einem RAW-Bild stecken viel mehr Bildinformationen als in einem JPG und das kann später helfen, noch etwas mehr Zeichnung aus den dunklen Bildbereichen herauszuholen. Besitzt ihr kein Bildbearbeitungsprogramm, so fotografiert ihr wie gewohnt im Format JPG!

4. Das Fokussieren

Wenn noch genug Licht vorhanden ist, dann kann der Autofokus genutzt werden. Anschließend aber wird der AF abgestellt, damit sich nichts mehr verschiebt oder verändert. In diesem Zuge wird auch der Bildstabilisator des Objektivs ausgeschaltet, um selbst minimalste Verwacklungen zu vermeiden. Das gleiche gilt für den kamerainternen Bildstabilisator, den IBIS. Da verschiedene Kameras auch unterschiedlich damit umgehen, schaut dazu bitte ins Handbuch, wie alles abgeschaltet wird. Bei zu wenig Licht wird manuell fokussiert. Geht dazu in den Live-View nutzt die Lupenfunktion für das Scharfstellen.

Nachtfotografie

5. Der ISO-Wert

Stellt zunächst einen Wert von ISO 100 oder 200 fest ein. Warum ein solch niedriger Wert? Je höher der ISO-Wert ist, desto größer ist die Gefahr, dass die Bilder körnig werden und verrauschen. Daher ist ein niedriger ISO-Wert zu wählen.

6. Die Blende

Man könnte schnell vermuten, wenn die Blende geöffnet wird, kommt auch bei Nacht mehr von dem restlichen Licht auf dem Sensor an. Allerdings verliert man mit zunehmender Blendenöffnung auch an Schärfentiefe. Daher ist hier eine Blendenvorwahl von 8 bis 13 zu nutzen.

7. Der manuelle Modus

Das Fotografieren bei Nacht ist geprägt von variablen Einstellungen, die alle samt per Hand eingestellt werden sollten. Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert werden also manuell eingestellt.

8. Die Belichtungszeit

Man kann zuvor einmal in den Blendenvorwahl-Modus gehen und schauen, welche Belichtungszeit diese Kamera wählen würde, um nicht bei Null anzufangen. Dann aber geht es schnell wieder in den manuellen Modus und die passende Belichtungszeit wird durch Ausprobieren ermittelt. Belichtungszeiten von 30 Sekunden oder mehr sind dabei keine Seltenheit.

Nachtfotografie ISO Wert

9. Der Weißabgleich

Gelten bei der Fotografie am Tag oder bei Kunstlicht noch Regeln, lassen sich Nachts mit dem Weißabgleich Stimmungen erzeugen. Probiert aus, wie die Stimmung bei 3000 Kelvin ist, da wird das Bild nämlich eher kühl sein. Bei 6000 Kelvin erhaltet ihr eher wärmere Bilder.

10. Kalte Finger

Packt euch ein paar Fotohandschuhe mit ein. Die halten die Finger warm und haben gummierte oder aufgeraute Flächen an den Fingerkuppen, womit sich die Kamera auch gut bedienen läßt. Denn wer kalte Finger bekommt, gibt schneller auf!

Und nun: Gutes Gelingen bei der Fotografie bei Nacht!

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