10 Tipps für Portraits mit Available Light in der Tiefgarage

Available Light Fotografie, das Fotografieren mit vorhandenem Licht, muss nicht zwangsläufig das Arbeiten mit Sonnenlicht bedeuten. Auch künstliche Lichtquellen, wie etwa solche in einer Tiefgarage, eignen sich bestens dafür. Hier sind die 10 nützlichsten Tipps dafür.

In diesem Tutorial geht es um Available Light Portraits, also um Portraits mit vorhandenem Licht. Aber eben nicht mit Tageslicht, sondern mit den künstlichen Lichtquellen einer Tiefgarage! Wer diese wenigen Tipps berücksichtigt, wird wunderbare Bildergebnisse selbst mit wenig Licht erstellen können:

1. Der Weißabgleich

Tiefgarage Weissabgleich

Am komfortabelsten ist es, wenn du im Weißabgleich-Modus „Auto“ arbeitest und der Kamera den entsprechenden Weißabgleich überlässt. Alternativ nutzt du die Einstellungen „Leuchtstoffröhre“ oder „Glühlampe“ – je nachdem, welches Garagenlicht du vorfindest. In dem Kameramenü findest du die entsprechenden Symbole.

Während du die Einstellung vornimmst, kannst du bereits bei spiegellosen Digitalkameras die farblichen Veränderungen auf dem Display sehen. Der Weißabgleich spielt bei der Farbfotografie eine sehr große Rolle. Bei der Schwarz-Weiß-Fotografie hingegen geht es nur um kleine Nuancen.

Tiefgarage Weissabgleich Gluehlampe

Tiefgarage Weissabgleich Leuchtstoffroehre

2. Die Belichtungszeit

Diese wählst du in Abhängigkeit der Brennweite. Die Faustregel lautet: Belichtungszeit ist gleich 1/Brennweite.

Wer eine Kamera oder ein Objektiv mit integriertem Bildstabilisator hat, kann je nach Modell auch längere Verschlusszeiten nutzen.

Tiefgarage Belichtungszeit

3. Die Blende

Um eine schöne Unschärfe im Hintergrund zu erhalten (Bokeh) wählt ihr eine Blende zwischen 2.8 und maximal 4.

4. Die ISO, die Lichtempfindlichkeit

Da du dir bereits die Belichtungszeit und die Blende fest eingestellt hast, benötigst du nun noch eine Variable, die dafür sorgt, dass die Fotos nicht zu dunkel werden. Daher solltest du der Kamera die Wahl der Lichtempfindlichkeit überlassen und die ISO auf Automatik einstellen.

5. Die Lichtrichtung

Tiefgarage Lichtrichtung

In einer Garage kommt das Licht meistens von oben, da die Leuchten direkt unter der Decke hängen. Bei den Portraitaufnahmen geht es darum, den richtigen Punkt zu finden, in dem das Licht für dich richtig fällt. In unserem Video zeigen wir, wie verschieden das Licht wirken kann, wenn es direkt von oben kommt.

6. Die Schwarz-Weiß-Fotografie

Portrait Kunstlicht SW
Tiefgarage SW-Foto 3

Gerade mit dem Garagen-Licht bekommen Schwarz-Weiß-Bilder eine großartige Stimmung. Dabei gibt es noch einen weiteren Vorteil: Sollten bei hohen ISO-Werten die Bilder anfangen zu rauschen, dann wirkt das Rauschen in Schwarz-Weiß etwa so wie zu Analogzeiten die Bildkörnung. Dies kann dann ein schöner Bildeffekt sein.

7. Accessoires

Tiefgarage Accessoires

Setze auch gerne Accessoires ein. Gerade bei wenig Licht unterstreicht eine Sonnenbrille noch einmal das Gesamtbild.

8. Hände im Portrait

Hände bei Portraits können den Ausdruck des Bildes verstärken oder dem ganzen Bild eine neue Sprache verleihen. Schau dir dazu auch einmal unser Video „10 Tipps für gute Portraitfotos“ an.

Tiefgarage Haende

9. Licht und Schatten

Tiefgarage Aufheller

Wenn das Licht von oben scheint, kann es zu Schatten rund ums Kinn oder um die Augen kommen. Setze dann einen Aufheller / Reflektor ein!

10. Eine Tiefgarage ist Privatgrund

Bedenke stets, dass eine Tiefgarage immer jemandem gehört, also kein öffentliches Gelände ist. Verhalte dich dementsprechend und wie immer bei der Streetfotografie unauffällig.

Calumet Photographic wünscht dir viel Spaß bei der Fotografie und den Portratits mit künstlichem Licht!

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