5 Dinge, die Du über einen Telekonverter wissen solltest

Telekonverter verlängern die Brennweite und ermöglichen es, Motive näher an sich heranzuholen. Mit diesem Tutorial für Einsteiger, erfährst Du die wichtigsten Dinge über Telekonverter. Mit Fotos von Holger Beck und den Hamburg Blue Devils.

Das Video entstand mit freundlicher Unterstützung durch Holger Beck und den Hamburg Blue Devils.

Was ist ein Telekonverter? 

Ein Telekonverter verlängert die Brennweite und holt in Verbindung mit einem entsprechenden Objektiv Fernes noch näher heran.  Sein Name kommt von „tele“ = fern und convertere = wandeln. Telekonverter unterscheiden sich in zwei Gruppen. Gruppe eins wird zwischen Objektiv und Kamera gesetzt. Der Telekonverter besitzt dann in beide Richtungen Bajonettanschluesse. Gruppe zwei wird vor das Objektiv gesetzt und besitzt einen Gewindeanschluss. Diese Art von Telekonvertern findet oft bei Kompakt- und kleineren Systemkameras Anwendung.

Wie ist die Wirkungsweise? 

Telekonverter verlängern die Brennweite um einen bestimmten Verlängerungsfaktor. Dabei haben sich zwei Standards durchgesetzt: die Faktoren 1,4 und 2. Es werden auf dem Markt auch 3fach-Konverter angeboten. Diese Konverter allerdings bieten keine sonderlich guten Bildergebnisse und das ist auch der Grund, warum Calumet sie nicht führt. Der Telekonverter verlängert die Brennweiten um genau diesen Faktor. So lässt sich mit einem zweifach Telekonverter die Brennweite eines Telezooms 70 – 200 mm in eine 140 – 400 mm Brennweite wandeln. Allerdings ist dann auch die Lichtstärke zu berücksichtigen, die sich ebenfalls verändert. Denn auch sie verdoppelt sich (Faktor 2x) und aus einer ursprünglichen Anfangsblende 4.0 wird eine Blende 8.0. Möglicherweise muss dann ein Stativ eingesetzt werden, wenn die Belichtungszeit zu lang wird. Auch eine entsprechend hochgeregelte Lichtempfindlichkeit (ISO) hilft dieses Problem zu meistern. 

Rahmen „rot“ = 200 mm Brennweite
Rahmen „orange“ = 280 mm Brennweite
Rahmen „gelb“ = 400 mm Brennweite
Foto: Holger Beck; Motiv: „Hamburg Blue Devils Prospects“ gegen „Hamburg Huskies II“

Für wen ist ein Telekonverter geeignet? 

Wer bei gutem Tageslicht fotografiert, sollte mit einem Konverter und der damit verbundenen Lichteinbuße gut zurechtkommen. Wer aber in der Dämmerung Wildlife fotografiert, gerät vielleicht an Grenzen. Bevor ein Telekonverter angeschafft wird, sollte zur Probe eine typische Situation fotografiert werden, um zu beurteilen, bis zu welcher Blendenöffnung noch gut gearbeitet werden kann. Wird die Grenze der machbaren Belichtungszeit überschritten – aus der Hand fotografiert oder mit Stativ – weiß man, dass ein Telekonverter keine gute Idee ist und das Geld besser in eine lichtstarke Optik gesteckt werden sollte. Objektive mit Brennweiten um die 300 mm und einer Lichtstärke von 4.0 sind dann eine gute Alternative. Auch anhand von bereits geschossenen Fotos kann man dies beurteilen und die Lichtreduktion mit einkalkulieren. Wenn es dann passt, ist ein Konverter eine gute Investition. Klein und kompakt ist er und passt in jede Fototasche oder Rucksack.

Foto: Holger Beck; Motiv: „Hamburg Blue Devils Prospects“ gegen „Hamburg Huskies II“

Die Kompatibilität 

Telekonverter werden herstellerabhängig gebaut, denn der Bajonett-Anschluss ist ja schließlich auch bei den Herstellern unterschiedlich. Ein Konverter für Nikon-Kameras passt also nicht an eine Canon oder Sony. Achtet beim Kauf auch darauf, dass bei angesetztem Konverter weiterhin die Kamera mit dem Objektiv kommuniziert und die Daten ausgetauscht werden können.  

Die Konverter-Objektiv-Kombination

Obgleich ein Konverter und ein Objektiv von demselben Hersteller stammen, müssen sie nicht unbedingt zusammenarbeiten. Es gibt Konverter-Objektiv-Kombinationen, die harmonieren einfach nicht. Welche das sind, erfahrt ihr auf den Herstellerseiten. 

Wenn der Autofokus nicht mehr arbeitet

Es kann vorkommen, dass der Autofokus ab einer bestimmten Blende, also wenn die Blende zu klein wird und nicht mehr genügend Licht auf dem Konverter ankommt, nicht mehr arbeiten will. Fokussiert wird nämlich bei Offenblende und wenn diese bereits 8.0 beträgt, die Kamera aber nur bis Blende 5.6 fokussieren kann, dann tritt ein solcher Fall ein. Das hängt dann individuell von der Kamera-Konverter-Objektiv-Kombination ab. Dies ist dann eine Frage, die Ihr am besten vor Ort in einer der sieben Calumet-Filialen klärt.

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