Die Moschusochsen von Dovre & das Canon 400 mm f/4.0 DO IS II USM

Mit Wildlifefotograf Alessandro Sgro unterwegs im norwegischen Dovrefjell-Nationalpark

300. Das ist die Anzahl von Moschusochsen die auf einer Fläche von 1693 Quadratkilometern im Dovrefjell-Nationalpark leben. Im Zuge der letzten Eiszeit sind die Moschusochsen in Europa ausgestorben, jedoch wurden die 225 – 400 kg schweren Kolosse zwischen 1932 und 1959 aus Grönland eingeführt und im Dovrefjell ausgewildert.

Ein Moschusochse aufgenommen mit dem Canon 400mm DO f/4.0 DO IS II USM plus zweifachen Telekonverter
Foto: Alessandro Sgro

Die Ausrüstung

Meine Reise begann am Hjerkinnhus, wo ich meinen Landy parkte. Von dort aus nahm ich den Shuttlebus, der eine halbe Stunde hinauf zur DNT-Hütte Snøheimen fährt. Von hier aus begann mein Abenteuer und die Suche nach den Moschusochsen. Da ich geplant hatte, zwei Nächte im Park zu bleiben, musste ich mich bestens vorbereiten und an einiges an Equipment denken. Neben meinem Kamera Equipment (Canon 5D Mk IV, Canon 400mm DO f/4.0 DO IS II USM, Canon 24-70 f/2.8 L II USM, Canon Telekonverter Extender EF 2x III und mehrere Ersatzakkus) hatte ich meinen Schlafsack, Isomatte, Zelt, Regenjacke, Thermounterwäsche für die Nacht, Aluminium Wasserflasche, Konserven, Gaskocher und Kochutensilien und eine Anker Powerbank dabei.

Equipment:

  • Canon 5D Mk IV
  • Canon 400mm DO f/4.0 DO IS II USM
  • Canon 24-70 f/2.8 L II USM
  • Canon Telekonverter Extender EF 2x III
  • und mehrere Ersatzakkus

Canon 5D Mk IV und das Canon 400mm DO f/4.0 DO IS II USM

Ich fotografiere mit einer Canon 5D IV, weil es für mich ein Work Horse ist, welches mich einfach nie im Stich lässt. Die Kamera liegt super in der Hand, ist robust, geschützt gegen Wasser und Staub und funktioniert auch bei eisigen wie sehr warmen Temperaturen problemlos, was diese Kamera zum perfekten Begleiter in jeglicher Situation macht. Für das Canon 400mm DO f/4.0 DO IS II USM und den Telekonverter entschied ich mich aufgrund der Gewichtsersparnis. Die Bildqualität gepaart mit dem Gewicht von 2100g sind wunderbar geeignet – auch für längere Wanderungen.

17 Kilometer Fußmarsch zu den Moschusochsen

Also machte ich mich auf. Im Dovrefjell gibt es keine wirklichen Wanderwege. Die Trails sind mit einem roten T überall auf Steinen und gut sichtbaren Objekten aufgemalt. Nach 17 Kilometern sichtete ich die erste Herde der Mochusochsen, etwa 12 Stück. Langsam, aber immer sichtbar näherte ich mich den Tieren. Dabei ging ich nicht auf sie zu, sondern bewegte mich langsam parallel zu ihnen, um sie nicht zu bedrängen. Den empfohlenen Abstand von 200 Metern sollte man einhalten, denn die Tiere laufen bis zu 60km/h und es gibt keine wirkliche Möglichkeit, einem wütenden Ochsen in der tundraartigen Landschaft zu entkommen. Es waren auffällig heiße Tage (30-35 Grad) in der Region, zu heiß für die Tiere. Diese verbrachten die meiste Zeit auf den schmelzenden Schneedecken. Vom Stativ aus fotografierte ich dann endlich mit dem Canon 400mm und dem 2x Telekonverter los. Die 800mm Brennweite die ich durch den Telekonverter erhielt war grandios. Zwar veränderte sich meine Anfangsblende von f4 zu f8, dies war aber kein Verlust, da das Licht sehr stark und so für genügend Helligkeit gesorgt war.

Ein Moschusochse aufgenommen mit der Canon 5D Mk IV
Foto: Alessandro Sgro
Zwei Moschusochsen aufgenommen von Alessandro Sgro
Foto: Alessandro Sgro
Ein Moschusochse aufgenommen mit dem Canon 400mm und dem 2x Telekonverter
Foto: Alessandro Sgro

Da ich am nächsten Tag ein anderes Gebiet des Parks besuchen wollte, wanderte ich zurück nach Snøheimen. Nach insgesamt 32 Kilometern baute ich mein Zelt auf und beendete den Tag mit einem verdienten Abendessen. Das Gletscherwasser ist übrigens trinkbar. Packt also eine Flasche ein die ihr auffüllen könnt. Das ist nachhaltig und schont die Umwelt!

Über die 2286 Meter hohe Snøhetta

Am darauffolgenden Tag wollte ich deutlich weniger Gewicht mit mir herumtragen. Also ging es ohne Zelt und mit weniger Gepäck auf die nächste Wanderung, Ziel war Reinheim. Ich wählte den Weg über die 2286 Meter hohe Snøhetta wo sich mir ein wunderschöner Blick über die Landschaft zeigte.

Weg über die 2286 Meter hohe Snøhetta mit wunderschönem Blick über die Landschaft
Foto: Alessandro Sgro

800 mm Brennweite zahlt sich aus

In Reinheim angekommen entdeckte ich gleich eine große Herde Mochusochsen, die auf einem Hügel einige hundert Meter entfernt graste. Wieder näherte ich mich nach dem gleichen Muster wie bei der ersten Begegnung. Es ist wirklich wichtig die Ochsen wissen zu lassen, dass man da ist und sie nicht zu überraschen. Als die Tiere meine Anwesenheit akzeptiert hatten und entspannt weiter fraßen, wagte ich mich dieses Mal näher ran. Erneut ging es mit dem Setup Canon 400mm DO f/4.0 DO IS II USM plus zweifachen Telekonverter auf Bilderjagd. Es war unbeschreiblich. Dadurch, dass diese kolossalen Geschöpfe mich nicht als Bedrohung oder Störung sahen, konnte ich mit der 800mm Brennweite unter anderem tolle Portrait Aufnahmen erzielen. Auch versuchte ich, die Tiere mit der schönen Landschaft des Dovrefjell auf Bilder zu bekommen. Ich versuche immer diverse Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln und Entfernungen zu komponieren. Komposition ist hier das A und O, um ein stimmiges Bild, welches eine Geschichte erzählt, zu erlangen. Nach mehreren Stunden und hunderten Bildern entschied ich mich die Mochusochsen mit diesen unvergesslichen Aufnahmen zu verlassen. 20 Kilometer waren es erneut, die ich am zweiten Tag wanderte.

Moschusochse aufgenommen mit dem Canon 400mm DO f/4.0 DO IS II USM
Foto: Alessandro Sgro
Ein Moschusochse aufgenommen mit dem Canon 400mm DO f/4.0 DO IS II USM plus zweifachen Telekonverter
Foto: Alessandro Sgro
Ein Moschusochse aufgenommen von Wildlifefotograf Alessandro Sgro
Foto: Alessandro Sgro

Die Nacht unter freiem Himmel

Die zweite Nacht verbrachte ich dann auf meiner Isomatte im Schlafsack, unter freiem Himmel. Dies war möglich durch die sommerlichen Bedingungen, die mir gegeben waren. Nachts kühlte es jedoch auf 10-12 Grad ab. Da die Busse zurück nach Hjerkinnhus gegen 9 Uhr am Morgen gingen, klingelte mein Wecker um 4 Uhr in der Früh, da ich den Weg nach Snøheimen zurück wandern musste.

Das Abenteuer im Dovrefjell-Nationalpark geht zu Ende

Zurück in Snøheimen sammelte ich mein zurückgelassenes Equipment ein und machte mich fertig für die Rückfahrt zum Parkplatz. Ich realisierte auf der Fahrt, was für ein Privileg es war so ungestört mit den Mochusochsen gewesen zu sein. Nach 3 Tagen, 60 Kilometern wandern, unvergesslichen Momenten mit wunderschönen Geschöpfen, einer Nacht unter freiem Himmel und vielen Fotos war mein Abenteuer im Dovrefjell-Nationalpark zu Ende.

Ich hoffe, dass ihr viel mitnehmen und vielleicht auch etwas lernen konntet. Letztendlich möchte ich euch mit meiner Geschichte ermutigen, zu eurem eigenen Abenteuer aufzubrechen und diese Momente selbst zu erleben. Die Natur ist unser größter Schatz und mit meinen Bildern möchte ich jedem diese näher bringen und dazu motivieren, rauszugehen und diese zu respektieren und zu schützen.

Vielen Dank an Canon Deutschland und Frontrunner Outfitters, die mich auf meiner Expedition unterstützt und das Projekt in diesem Rahmen möglich gemacht haben. Vielen Dank an Calumet Deutschland, die mir die Chance geben, meine Geschichte hier zu erzählen und zu veröffentlichen.

Wildlifefotograf Alessandro Sgro aus Düsseldorf
Wildlifefotograf Alessandro Sgro aus Düsseldorf
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