Fotos selber drucken: Tipps von A-Z

Der perfekte Druck: Vom Bild bis zum Fotodrucker

Von der Fotoaufnahme über das Farbmanagement und den Monitor bis zum Drucker: Tipps für ein perfektes Ergebnis, wenn man selber Fotos drucken möchte.

Wer fotografiert, möchte seine Ergebnisse vielleicht nicht nur am Monitor betrachten, sondern auch als Ausdruck in der Hand halten können. Der richtige Workflow beginnt bei der Fotoaufnahme und endet in der Wahl des richtigen Druckers sowie des Fotopapiers. In diesem Tutorial erklären wir, worauf Du achten solltest.

Fotos selber Drucken

Die Fotoaufnahmen im RAW-Format

Wer sich schon eingehender mit der Fotografie beschäftigt hat, wird zusätzlich zu den JPGs noch ein RAW-Format aufnehmen. JPGs können zwar auch zu einem gewissen Grad bearbeitet werden, aber RAWs bieten mehr Möglichkeiten in der Nachsteuerung.

Farbkarte und Graubalance-Karte

Mit einer Farbkarte kann die Kamera einen Referenzwert der Farben erfassen, die den gesamten Workflow erleichtert. Sie wird in die erste Aufnahme mit ins Bild hinein platziert. Das geht unter freiem Himmel, wie auch in Innenräumen. Licht und Set-Up müssen dazu aber final sein. Dies erstellte Foto ist dann in Bezug auf die Farben die Referenz. Danach wird mit einer kostenlosen Kamerakalibrierungssoftware ein Farbprofil dieser ersten Aufnahme erstellt. Auf diese Weise können die korrekten Farbeinstellungen auf alle Bilder der Serie synchronisiert werden. Dazu ist Voraussetzung, dass die Bilder unter exakt den gleichen Bedingungen und Lichtverhältnissen, wie zuvor mit der Farbkarte, aufgenommen werden. Diese Kalibrierungssoftware verwendet dann die Farbfelder, um ein neutrales und präzises Farbprofil zu berechnen, das anschließend in eurer Bildbearbeitungssoftware verwendet werden kann.

Graubalance-Karten wurden speziell entwickelt, um eine konsistente Bildbelichtung beziehungsweise Farbwiedergabe bei Video-, Film- und Fotoproduktionen zu erzielen. Die homogene Oberfläche der neutral grauen Farbkarte ist spektral neutral. Sie reflektiert gleichermaßen rote, blaue und grüne Lichtwellen. Ihr macht zu allererst ein Referenzfoto mit der Graukarte und könnt dann später anhand dieses Referenzfotos den Weißabgleich in eurem Bildbearbeitungsprogramm durchführen. Dieser Wert wird dann auf alle weiteren Fotos übertragen. Auch hier gilt: Das Licht darf sich nicht mehr verändern.

Der Monitor – am besten kalibrierbar

Ein kalibrierbarer Monitor ist ein wichtiger Baustein in der Kette vom Bild zum Druck. Aber auch, wenn ihr eure Bilder nur online verwenden wollt. Für das Farbmanagement eines farbverbindlichen Monitors gibt es zwei Methoden: die Hard- und die Softwarekalibrierung. Beides erfordert einen Kalibrierungssensor und eine Kalibrierungssoftware. Bei der Softwarekalibrierung wird ein Korrekturprofil erstellt, das das Grafikkartensignal um die gegenkompensierten Fehler des Monitors verfälscht, um in der Summe mit den Monitorfehlern eine unverfälschte Bildschirmdarstellung zu erreichen. Bei der Hardwarekalibrierung hingegen bleibt das Bildsignal unangetastet. Anstelle dessen wird der Monitor justiert, indem das Look-up-Table (LUT), die interne Farbzuordnungstabelle des Monitors, modifiziert wird. Dabei wird das Mischverhältnis der Subpixel korrigiert. Der Vorteil der Hardwarekalibrierung im Gegensatz zur Softwarekalibrierung liegt in dem Ausschluss der Qualitätseinbußen. Damit ist die Hardwarekalibrierung vorzuziehen.

Kalibrierung – was passiert da eigentlich?

Der Monitor erhält vom Rechner eine Inhaltsdatei beziehungsweise ein Bildsignal. Was dieser nun daraus macht, weiß der Rechner nicht – es fehlt eine Rückmeldung. Genau diese stellt man in einem Kalibrierungsprozess her. Dabei werden mithilfe eines Kalibrierungssensors und einer Kalibrierungssoftware die definierten Farbbefehle und die tatsächliche Monitordarstellung verglichen und anschließend korrigiert. Damit ist dann farbverbindliches Arbeiten möglich.

Tipp: Eine ausführlichere Kaufberatung zu Monitoren findet ihr hier in unserem Calumet- Magazin.

Der Foto-Drucker

Wer Fotoprints auf höchstem Niveau und dies verbunden mit hoher Langlebigkeit und Genauigkeit sucht, sollte sich einmal einen professionellen Fotodrucker anschauen. Der besondere Vorteil ist, abgesehen von der späteren Foto-Qualität, dass man die Kontrolle über den Druckprozess nicht abgibt.

In unserem Video-Tutorial kommt ein Modell von Canon zum Einsatz, der imagePROGRAF PRO 1000, der bis zu DIN A2-Format randlos liefert bzw. in DIN A2-Breite und bis zu 1,2 Meter lang.

Drucker für Fotos
Fotodrucker

Was machen professionelle Geräte aus?

Professionelle Drucker haben tendenziell einen breiteren Farbumfang, da sie mehr Farben verwenden. Der Canon imagePROGRAF PRO 1000 hat insgesamt 12 Farbtanks mit 80 Millilitern Farbe. Durch die Mehrzahl an Farben kann ein größerer Farbbereich in einem Druck reproduziert werden, was eine genauere Darstellung des aufgenommenen Bildes ermöglicht.

Auch die Wahl der Tinten hat Einfluss auf Farbgenauigkeit, Farbsättigung und Farbstabilität. Wer regelmäßig Schwarzweiß-Fotos druckt, wird diesen Drucker lieben. Er verfügt über vier spezielle Schwarztöne, die satte Schwarz-Weiß-Drucke mit Schattennuancen ermöglichen. Auch Farbdrucke produziert der Canon imagePROGRAF PRO 1000. Besonders, wenn auf Hochglanzpapier gedruckt wird. Dann kommt noch etwas hinzu, das Canon Chroma Optimizer nennt. Dieser Chroma Optimizer gleicht Oberflächenreflexionen aus und gibt dem Fotoprint eine ganz besondere Brillianz. Das Gerät arbeitet mit Papieren von 0,1 Millimeter bis 0,7 Millimeter.

WICHTIGER HINWEIS: Nach der Erstinstallation des Druckers werden die Tintenkartuschen stark geleert sein. Das liegt daran, dass die Tinte aus den Tanks in die Düsen gepumpt wurde. Die Tinte ist also nicht weg, sondern nur bereits auf dem Weg in die Düsen, beziehungsweise in den Schläuchen. Und noch etwas Wichtiges: Wer sich einen Canon-Drucker kauft, sollte diesen unbedingt bei Canon registrieren lassen. Das sollte sofort geschehen, weil es dafür auch Fristen gibt. Ist der Drucker registriert, erhaltet ihr einen kostenfreien Support und könnt dort bei Problemen Hilfe erwarten. Also, ganz wichtig: Drucker registrieren lassen!

Das Papier

Für den Fotodruck ist die Wahl des richtigen Papiertyps ebenso wichtig. Mattes Papier eignet sich in der Regel gut für Bilder mit einer weicheren Farbpalette sowie für Schwarz-Weiß-Bilder oder Bilder mit geringerer Sättigung.

Seidenmattes, glänzendes oder hochglänzendes Papier eignet sich gut für kontrastreiche, detailreiche und gesättigte Bilder.

Dies ist eben ein Vorteil eines eigenen Fotodruckers: Ihr könnt die Papiere nutzen, die zu eurem Style passen. Sicher muss man verschiedene Papiere zuvor ausprobieren, aber bei der Fotografie geht es ja auch immer um Persönlichkeit und persönliche Noten.

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