Fujifilm X-S10 im Test | Der Wolf im Schafspelz

Der Praxis-Test zeigt die verblüffenden Fähigkeiten X-S10

Die spiegellose APS-C-Kamera Fujifilm X-S10 ist bei eingehender Betrachtung nahezu eine Fujifilm X-T4 im Pocketformat. In diesem Praxis-Check stellen wir die verblüffenden Fähigkeiten der handlichen Kamera vor.

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Die Fujifilm X-S10 scheint der Wolf im Schafspelz zu sein. Bringt sie doch sehr viele Fähgkeiten der bekannten X-T4 mit. Dies aber in einem etwas kompakteren und handlicheren Gehäuse. In der X-S10 wurde der gleiche Sensor wie in der X-T4 verbaut, nämlich der 26 Megapixel große X-Trans CMOS 4 Sensor mit rückseitiger Belichtung. Erstmals in einer Midrange-Kamera verbaut Fujifilm einen integrierten 5 Achsen Bildstabilisator. Dieser IBIS ermöglicht um bis zu 6-fach längere Belichtungszeiten, welches im Praxis-Check Video bei der Peter Lindbergh-Ausstellung im hamburger Museum für Kunst und Gewerbe eindrucksvoll dargestellt werden konnte.

Fuji XS 10 Helen Mirren

Kompakt, leicht und robust

Die Kamera besteht aus einer robusten Magnesiumlegierung und ist etwas kompakter als die X-T4 sowie etwa einen Zentimeter in Breite und Höhe kleiner, was sie zu einer wirklich handlichen Kamera macht. Die Tiefe bzw. Dicke der Kamera ist zur großen Schwester nahezu identisch. Das ist gut so, denn damit liegt sie schön satt in der Hand und man hat nie das Gefühl, sie würde einem aus der Hand rutschen können. Das Ganze dann mit einem Gewicht von 465 Gramm ohne Objektiv (140 Gramm leichter als die X-T4) aber mit Speicherkarte und Akku, der etwa 325 Fotos im Normal-Modus schafft. Im 4K-Video-Modus lassen sich übrigens etwa 55 Minuten damit filmen.

Anschlussmöglichkeiten

Die Kamera verfügt über drei Anschlussmöglichkeiten: Micro HDMI, Mikrofon-Klinke und einen USB-C-Anschluss, über den man mit einem Adapter auch einen Kopfhörer anschliessen kann. Als Speichermedium nutzt die Fujifilm X-S10 eine SD-Karte.

Klassischer Kameraaufbau

Fujifilm X-S10

Die Kamera ist klassisch aufgebaut und mit den Drehrädern und Schaltern so ausgelegt, dass alle Einstellungen mit einer Hand vorgenommen werden können. Sehr praktisch ist auch der kleine Joy-Stick, mit dem der Fokuspunkt angewählt werden kann. Ansonsten hat sie noch einige Fn-Buttons, die individuell mit Funktionen belegt werden können.

Kamera mit Vlogger-Möglichkeiten

Sehr angenehm ist das dreh- und schwenkbare Display, dass nahezu alle Positionen einnehmen kann und somit die X-S10 besonders für Video-Blogger interessant werden lässt. Kameras für diesen Nutzerkreis werden immer wichtiger. Dabei müssen die Kameras verständlich zu bedienen sein. Vlogger wollen ihre Botschaften schnell und einfach produzieren können und nicht erst dicke Handbücher waelzen, bevor der erste Post hochgeladen wird. Die X-S10 kann beides sein. Kompakte Fotokamera für alle Fälle und Vlogger-Kamera. Und der Gesichts- und Augenautofokus sorgt dann dafür, dass man auch bei Selbstportraits oder Videoaufnahmen immer scharf abgebildet wird. Damit die Videoaufnahme schnell von der Hand geht, hat Fuji jetzt auch einen extra Video-Knopf integriert. Videos erstellt die X-S10 in 4K bei 30 fps, in Full-HD bei 60 fps oder im Highspeed-Modus in Full-HD bei knackigen 240 Bildern pro Sekunde.

Schnelle Fotoserien und Pre-Funktion

Fujifilm X-S10 Prefunktion

In der Serienbildgeschwindigkeit schafft die X-S10 30 Bilder pro Sekunde bei elektronischem Verschluss. Ebenfalls gut und wichtig ist die sogenannte Pre-Funktion. Eine wunderbare Sache für Unvorhersehbares. In diesem Modus werden bei halb durchgedrücktem Auslöser bis zu 10 Bilder pro Sekunde aufgenommen, bis der Auslöser voll durchgedrückt wird. Nach dem vollen Durchdrücken speichert die Kamera noch bis zu 15 weitere Bilder ab. Mit dieser Funktion, gehören verpasste Bildmomente der Vergangenheit an.

Filmsimulationen analoger Filme

Fujifilm X-S10 Filmsimulation

Die Kameras von Fujifilm besitzen eine schöne Eigenart: die Filmsimulationen. Die X-S10 verfügt ebenso wie die X-T4 über insgesamt 18 Filmsimulationen. Diese Pre-Sets oder Filter orientieren sich an ganz bestimmte Looks von früheren analogen Fuji-Filmen. Diese Looks lassen sich noch mit Körnungseffekten, Color-Chrome Effekten oder mit Kreativfiltern, wie Miniatur, High- oder Low-Key und noch weiteren zehn Kreativfiltern kombinieren. Das Ganze lässt sich nun bereits während der Einstellphase am Monitor betrachten.

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