Grafik-Monitor Kaufberatung

Der Kauf eines neuen Monitors für Grafikarbeiten, Bildbearbeitung und Filmschnitt ist gar nicht so einfach – unterschiedliche Panel-Technologien und Ausstattungsmerkmale wirken im Monitor-Dschungel nahezu undurchdringlich.

EIZO Monitor Kaufberatung

Welcher Grafik-Monitor ist optimal für Bildbearbeitung & Co.?

Wir haben hier für Dich die fünf wichtigsten Faktoren für den Kauf eines Grafik-Monitors zusammengestellt und zeigen Dir, worauf Du beim Kauf achten solltest:

  • Wiedergabe des großen Adobe-RGB-Farbraums
  • Farbdarstellung muss präzise und verlässlich sein
  • Farbwiedergabe und Helligkeit müssen über den gesamten Monitor gleichmäßig verlaufen
  • Das Farbmanagement und die Kalibrierung sollten verlässlich und intuitiv bedienbar sein
  • Ausstattungsmerkmale des Monitors

Wer farbgenaues Arbeiten wünscht, sollte beim Kauf eines Monitors auf jeden Fall auf ein Modell zurückgreifen, das verlustfrei kalibriert werden kann. Denn ein jedes Panel altert und im schleichenden Prozess verändert sich auch die Farbwiedergabe. Daher sind für das farbverbindliche Arbeiten mit Bilddateien hardwarekalibrierbare Monitore die erste Wahl. Nach einer verlustfreien Kalibrierung, die regelmäßig durchgeführt werden sollte, steht dann dem farbtreuen Workflow bis zum abschließenden Druck nichts mehr im Wege.

Wiedergabe des großen Adobe-RGB-Farbraums

Einfache Monitore oder Allrounder-Modelle können oft nur den sRGB-Farbraum darstellen. Den für grafische Anwendungen bevorzugten und weitaus größeren Adobe-RGB-Farbraum können sie meistens nicht wiedergeben. Dies aber stellt für eine professionelle und verlässliche Arbeit eine Notwendigkeit dar. Achtet also beim Kauf auf die Fähigkeit des Monitors, diesen erweiterten Farbraum Adobe-RGB darstellen zu können.

Farbdarstellung muss präzise und verlässlich sein

Der einzelne Pixel eines Monitors besteht aus je einem roten, grünen und blauen Subpixel. Jedes dieser Subpixel kann in 256 Helligkeitsstufen leuchten. Ein Monitor mit 8 Bit hat theoretisch über 16,7 Millionen Möglichkeiten (256 x 256 x 256 ), um im jeweiligen Pixel die gewünschte Farbe zusammenzumischen. Genau eine dieser über 16,7 Millionen Kombinationen ist die richtige, beziehungsweise die gewünschte, für diesen einen Monitorpixel. Dies zieht sich über den gesamten Monitor und man kann sich vorstellen, dass bei Fotos und Videos, bei denen es auf feinste Nuancen ankommt, bereits kleine Ungenauigkeiten für sichtbare Abbildungsfehler sorgen.

Die Folge solcher Abbildungsfehler am Monitor ist, dass man selbst bei kleinen Abweichungen nicht mehr den korrekten Dateiinhalt sieht. Der Monitor stellt ein mehr oder weniger verfälschtes Bild dar und als Nutzer, als der man vor dem Monitor sitzt, werden falsche Schlüsse gezogen und die Datei eben auch falsch bearbeitet.

Um sichergehen zu können, dass die Monitordarstellung dem Dateiinhalt entspricht, muss das eingesetzte Display zwei Voraussetzungen erfüllen:

  • Es muss für die speziellen Erfordernisse grafischer Inhalte optimiert sein.
  • Es muss sich verlustfrei kalibrieren lassen, weil jeder Monitor altert und diese Kalibrierung sollte regelmäßig erfolgen.

Ein Monitor mit der Möglichkeit der integrierten Hardware-Kalibrierung stellt da eine der besten Lösungen dar. Die Kalibrierung kann ohne Einsatz von zusätzlichen Geräten schnell und einfach ausgeführt werden. Dazu weiter unten mehr.

Info: Statt einem 8-Bit-LUT arbeitet in manchen Monitoren ein 16-Bit-LUT. Damit stehen nicht die oben genannten 16,7 Millionen, sondern Milliarden unterschiedlicher Farbtöne zur Verfügung. Das gewährleistet, dass es trotz aller Korrekturen und verlustfreien Kalibrierungen auch im 10-Bit-Workflow immer genug Farbabstufungen gibt, um Verläufe perfekt darzustellen.

Farbwiedergabe und Helligkeit müssen über den gesamten Monitor gleichmäßig verlaufen

Es liegt in der Natur der Herstellung, dass Monitorpanels ab Werk in Helligkeit und Farbreinheit nicht komplett homogen sind. Stellt man zwei Monitore nebeneinander, wird man sehen, dass sie sich an einigen Stellen in Helligkeit und Farbreinheit unterscheiden. Bereiche können heller oder dunkler sein oder sich farbstichig zeigen. Das ist bauartbedingt und bei jedem einzelnen LCD-Panel anders ausgeprägt. Bei der Bearbeitung grafischer Inhalte muss der Nutzer jedoch sicher sein können, dass Abschattungen oder Farbstiche tatsächlich in der Bilddatei stecken und nicht vom Monitor hinzuerfunden werden.

Um diese Fehlerquelle auszuschließen gehen manche Hersteller einen besonderen Weg: Die Panels werden im Werk über die ganze Panelfläche und in unterschiedlichen Sektoren und Helligkeitsstufen ausgemessen und anschließend korrigiert. Dieses Verfahren – Digital Uniformity Equalizer (DUE) genannt – ist zwar aufwendig, aber der einzige Weg zu einer garantiert homogenen Bilddarstellung über die gesamte Monitorfläche.

Das Farbmanagement und die Kalibrierung sollten verlässlich und intuitiv bedienbar sein

Für das Farbmanagement gibt es zwei Methoden: die Hard- und die Softwarekalibrierung. Beides erfordert einen Kalibrierungssensor und eine Kalibrierungssoftware. Bei der Softwarekalibrierung wird ein Korrekturprofil erstellt, das das Grafikkartensignal um die gegenkompensierten Fehler des Monitors verfälscht, um in der Summe mit den Monitorfehlern eine unverfälschte Bildschirmdarstellung zu erreichen.

Dagegen bleibt das Bildsignal bei der Hardwarekalibrierung unangetastet. Anstelle dessen wird nämlich der Monitor justiert, indem das Look-up-Table (LUT), also die interne Farbzuordnungstabelle des Monitors, modifiziert wird. Dabei wird das Mischverhältnis der Subpixel korrigiert.

Der Vorteil der Hardwarekalibrierung im Gegensatz zur Softwarekalibrierung liegt in dem Ausschluss der Qualitätseinbußen. Damit ist die Hardwarekalibrierung vorzuziehen. Wir empfehlen hier Monitore mit eingebautem Kalibrierungssensor, der eine automatische Kalibrierung ermöglicht.

Info: Was ist eigentlich Kalibrieren?

Der Monitor erhält vom Rechner eine Inhaltsdatei bzw. ein Bildsignal. Was dieser nun daraus macht, weiß der Rechner nicht – es fehlt eine Rückmeldung. Genau diese stellt man in einem Kalibrierungsprozess her. Dabei werden mithilfe eines Kalibrierungssensors und einer Kalibrierungssoftware die definierten Farbbefehle und die tatsächliche Monitordarstellung verglichen und anschließend korrigiert.

Ausstattungsmerkmale des Monitors

Monitore sollten sich in Höhe und Neigung perfekt einstellen lassen und wirksam entspiegelt sein. Eine Lichtschutzblende reduziert Reflexionen und erhöht zusätzlich die Präzision der Darstellung.

Empfehlungen

Bei Calumet empfehlen wir die ColorEdge-Monitore von EIZO. Sie sind das ideale und verlässliche Werkzeug für die Foto- und Videobearbeitung. Unnötige Korrekturläufe und Fehldrucke gehören mit der Möglichkeit der intergrierten Hardwarekalibrierung für farbtreue Arbeiten der Vergangenheit an.

Hier findest Du einige Monitor-Empfehlungen von uns:

Auch interessant für Dich