18.06.2024

Makrofotografie mit OM System

Der Fotograf Florian Dzula teilt sein Wissen um die Makrofotografie mit OM-System

Florian Dzula, 39, ist seit sieben Jahren leidenschaftlicher Makrofotograf, spezialisiert auf Spinnen und Insekten. Mit seinem Instagram-Account @Macroflodzl hat er viele Menschen für die faszinierende Welt der kleinen Krabbeltiere begeistert. 

In diesem Blogbeitrag sprechen wir mit Florian über seine Erfahrungen mit dem OM System in der Makrofotografie. Er erzählt uns von seiner Leidenschaft für diese spezielle Art der Fotografie, seine bevorzugten Motive und wie seine beeindruckenden Aufnahmen entstehen. Im Alltag ist Florian Familienvater und arbeitet in der Behindertenhilfe. Jede freie Minute verbringt er draußen mit seiner Kamera auf der Suche nach dem nächsten perfekten Motiv.

Was ist das Besondere an deiner Fotografie? Und welche Rolle spielt die Natur dabei für dich?

Was mich am meisten an der Makrofotografie in der Natur begeistert, ist die Möglichkeit, den Leuten die kleinsten Details und Tiere der Natur zeigen zu können, welche sonst von den allermeisten übersehen werden, und so eine neue Sicht und Begeisterung für die Natur zu erzeugen. Zudem genieße ich die Zeit draußen zum Fotografieren sehr, da es ein schönes Kontrastprogramm zum Alltag ist. Sobald man ein tolles Motiv gefunden hat, liegt der Fokus nur noch darauf und dem Prozess ein gutes Bild in den Kasten zu bekommen und man dabei in eine andere Welt abtaucht und der Natur ganz nahe kommt.

Gab es einen Moment in der Natur/Naturfotografie, der dich geprägt hat?

Eigentlich erlebe ich auf so gut wie jeder Fototour solche schönen Momente, egal ob man ein Tier zum ersten Mal sichtet und fotografiert, oder besondere Verhaltensweisen beobachten darf. Da kann ich mich nicht wirklich auf ein einzelnes Erlebnis festlegen. Allerdings würde ich sagen, dass manche Reaktionen auf meine Bilder auf Social Media sehr prägend und motivieren für mich sind. Ich freue mich jedes Mal ungemein, wenn mir Leute schreiben, dass sie bisher Angst vor Spinnen hatten, aber durch meine Bilder eine neue Sichtweise erlangen konnten, oder wenn sie anfangen von ihrem bisherigen achtlosen Töten von Insekten absehen und stattdessen von der Schönheit und Vielfalt begeistert sind.

Fotos von Florian Dzula

Warum hast du dich für die OM SYSTEM entschieden und welches Zubehör und Objektive sind für dich unerlässlich?

Als im letzten Jahr das 90 mm Pro erschienen ist, war ich sofort total neugierig, da es bisher einfach kein 2:1 Makroobjektiv gab, welches mit Fokusmotor und elektronischer Blendensteuerung ausgestattet ist und mir bisher auch ein Makroobjektiv mit 90 mm im MFT-Bereich fehlte. Daraufhin schrieb ich OM SYSTEM an und fragte, ob ich das Objektiv inklusive Kamera mal testen dürfte.

Bereits nach der ersten Tour war ich mehr als begeistert und ebenso überrascht, wie gut das Fotografieren mit komplett ungewohntem Equipment von der Hand ging. Ein wenig später wurde mir dann direkt angeboten Ambassador für OM SYSTEM zu werden, was ich natürlich nicht ausschlagen konnte. Ohne übertreiben zu müssen, kann ich sagen, dass die OM-1 in Kombi mit dem 90 mm das ultimative Arbeitsgerät in Sachen Makro ist. Als ich dann auch noch den MC-20 Telekonverter dazu bekam, wurde das Ganze noch besser. Durch den Konverter konnte ich den Abbildungsmaßstab von 2:1 sogar auf 4:1 erhöhen, und so noch kleine Bildauschnitte realisieren.

Welchen Vorteil hat das System für dein Fotogenre gegenüber anderen Systemen – was schätzt du an dem System und Setup/Favorite Features?

Ein absolut unschlagbares Feature von OM ist definitiv der automatische Fokus Bracketing, welches auch in Kombi mit einem Blitz funktioniert. Das gibt es sonst von keinem anderen Hersteller in dieser Form. Hierbei nimmt die Kamera eine Serie von Bildern auf und verlagert automatisch den Fokus zwischen den einzelnen Bildern, was nötig ist, um sogenannte Fokusstacks zu machen. Dazu werden die einzelnen Aufnahmen am Computer mit spezieller Software (Zerene Stacker) zu einem Bild zusammen gefügt, um eine deutlich größere Schärfentiefe zu bekommen, denn je stärker man vergrößert, desto dünner wird der Bereich des Bildes, der tatsächlich im Fokus, also scharf ist. Mit meinem alten Sony/Laowa Setup, musste ich den Fokus manuell durch Vorwärtsbewegung der Kamera im Serienbildmodus umsetzen, was je nach Abbildungsmaßstab eine recht schwierige und anstrengende Prozedur ist und in manchen Positionen schlicht nicht möglich.

Zudem gibt kein anderes System, mit dem man auf einen so großen Abbildungsmaßstab kommt, wie mit dem 90 mm und dem Telekonverter. Es gibt zwar diverse spezielle Lupenobjektive, die bis zu 5:1 schaffen, aber komplett manuell und mit vergleichsweise schwierigem Handling. Wenn man es sogar noch extremer treiben will, dann funktioniert die 90 mm + Konverter Kombi sogar noch mit einer aufgeschraubten Nahlinse, wie z. B. von NISI oder Raynox. So kommt man auf satte 6:1 und die gesamte Bildbreite entsprechen nur noch ca. 3 mm. Das sind Sphären, die sonst eher mit Mikroskoplinsen im Studio erreicht werden können, doch mit OM nun sogar in freier Wildbahn funktionieren.

Welche 3 Tipps hast du für Makroenthusiasten?

  1. Ich werde oft gefragt, wie ich überhaupt diese winzigen Tiere mit bloßem Auge finden kann, daher eine kleine Anregung: Geht raus in die Natur, egal ob Wald, Wiese oder auch Garten, sucht euch ein schönes Plätzchen und setzt euch einfach mal hin, die Kamera erst einmal gar nicht in der Hand. Und dann versucht einfach mal den halben Quadratmeter vor euch genau zu beobachten. Achtet auf Bewegungen und Unregelmäßigkeiten auf Pflanze und dem Boden und fokussiert euch nur darauf. Ihr werdet erstaunt sein, wie viel kleines Leben da so vor euch ist, welches sonst gar nicht auffällt.

  2. Erkundigt euch über die Tiere/Motive, die ihr fotografieren wollt. Je mehr ihr über deren Lebenszyklen, Verhalten und Lebensräume wisst, desto leichter wird es sie zu finden und zu fotografieren. Achtet dabei generell immer auf einen respektvollen Umgang mit der Natur, hinterlasst so wenig Spuren wie nötig und sammelt lieber ein bisschen Müll ein, als, welchen zu hinterlassen.

  3. Übt euch in Geduld und Ausdauer. Die Makrofotografie, besonders in höheren Abbildungsmaßstäben, ist eine recht anspruchsvolle Sache und kann, gerade wenn man draußen lebende Tiere fotografieren will, äußerst frustrierend sein. Wenn man groß überlegen muss, wie man die Einstellungen wählt, oder richtig fokussiert, ist das Tier meist über alle Berge. Nutz die kalte Jahreszeit, um drinnen eure Skills und den Umgang mit eurem Equipment zu üben, sodass ihr bestmöglich für die warmen Jahreszeiten gerüstet seit. 


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